Deine PS5 löscht heimlich Daten: Mit diesem Trick verlierst du nie wieder Screenshots

Wer seine PlayStation 5 intensiv nutzt, sammelt mit der Zeit nicht nur unzählige Spielstände, sondern auch eine beachtliche Sammlung an Screenshots und Videoclips. Während Sony bei den Spielständen vorgesorgt hat, gibt es bei Medieninhalten eine Besonderheit, die viele Gamer noch nicht kennen: Seit 2024 bietet Sony eine Cloud-Sicherung auch für Screenshots und Videos an.

Spielstände landen automatisch in der Cloud – mit PlayStation Plus

PlayStation Plus Mitglieder profitieren von einer komfortablen Funktion: Die PS5 lädt Spielstände automatisch in der Cloud hoch. Mit großzügigen 100 GB Speicherplatz bietet Sony hier deutlich mehr Kapazität als noch bei der Vorgängerkonsole. Diese Erhöhung zeigt, dass Sony die gestiegenen Anforderungen moderner Spiele berücksichtigt hat – schließlich können einzelne Spielstände heute durchaus mehrere Megabyte umfassen.

Die Synchronisation erfolgt im Hintergrund, ohne dass du aktiv werden musst. Das System priorisiert dabei die zuletzt gespielten Titel und stellt sicher, dass deine Fortschritte geschützt sind, selbst wenn die Konsole unerwartet abstürzt oder du zwischen mehreren PS5-Geräten wechselst. Besonders praktisch: Du kannst bei Freunden weiterspielen und deine Spielstände sind bereits dort verfügbar.

Screenshots und Videos – die neue Cloud-Funktion

Lange Zeit blieben Screenshots und Videoclips ausschließlich lokal auf der Konsole gespeichert. Doch seit 2024 hat Sony nachgebessert: Die PlayStation App ermöglicht nun den automatischen Upload dieser Medieninhalte in die Cloud. Ein einzelner Screenshot mag nur wenige Megabyte groß sein, doch bei regelmäßiger Nutzung der Aufnahmefunktion summiert sich das schnell zu mehreren Gigabyte. Videos in höherer Auflösung verschlingen noch mehr Speicherplatz.

Die Cloud-Sicherung für Medieninhalte funktioniert über die PlayStation App und muss vom Nutzer aktiviert werden. Die hochgeladenen Inhalte bleiben 14 Tage in der Cloud verfügbar, was ausreichend Zeit gibt, sie auf andere Geräte herunterzuladen oder dauerhaft zu sichern. Allerdings gibt es technische Einschränkungen: Videos sind auf Full HD mit 1920×1080 Pixeln und maximal drei Minuten Dauer begrenzt. Für längere oder höher aufgelöste Clips bleiben andere Sicherungsmethoden notwendig.

USB-Speicher: Die klassische Sicherungsmethode für große Dateien

Der direkteste Weg für umfangreiche Backups führt über einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Die PS5 unterstützt USB 3.0 oder höher, wobei schnellere Schnittstellen die Wartezeiten deutlich minimieren. Das Prozedere ist denkbar einfach: Schließe den Speicher an, navigiere zur Mediengalerie, markiere die gewünschten Dateien und kopiere sie auf das externe Medium.

Ein Vorteil dieser Methode liegt in der vollständigen Kontrolle über deine Daten. Die Dateien bleiben in Originalqualität erhalten und du bist nicht auf eine Internetverbindung angewiesen. Zudem kannst du die Inhalte direkt am PC bearbeiten oder in sozialen Netzwerken teilen. Für 4K-Videos und längere Aufnahmen bleibt USB-Speicher die zuverlässigste Lösung, da hier keine Beschränkungen durch Cloud-Limits bestehen.

Die PlayStation App als mobile Alternative

Moderner und flexibler gestaltet sich die Übertragung via PlayStation App. Diese kostenlose Anwendung für iOS und Android ermöglicht es, Screenshots und kurze Videos direkt aufs Smartphone zu übertragen. Der Clou: Die Inhalte landen automatisch in deiner Fotomediathek und können von dort aus problemlos weiterverarbeitet werden.

Die App nutzt dabei einen Cloud-basierten Upload und Download, bei dem die Medieninhalte zunächst auf Sony-Server hochgeladen und dann auf das Mobilgerät heruntergeladen werden. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Inhalte direkt aus der App heraus zu teilen, ohne Umwege über den PC. Die Beschränkung auf drei Minuten Videolänge und Full HD-Auflösung solltest du jedoch im Hinterkopf behalten. Für umfangreiche Video-Backups in Originalqualität bleibt der USB-Weg daher die bessere Wahl.

Versteckte Einstellungen für maximale Kontrolle

In den Systemeinstellungen der PS5 verbergen sich nützliche Optionen, die viele Nutzer übersehen. Unter Aufnahmen und Broadcasts lässt sich beispielsweise die Videoqualität anpassen. Wer hauptsächlich für Social Media aufnimmt, kann die Bitrate reduzieren und spart dadurch erheblich Speicherplatz. Für hochwertige Archivaufnahmen empfiehlt sich hingegen die maximale Qualität.

Ebenfalls interessant: Die automatische Screenshot-Funktion bei Trophäen kann deaktiviert werden. Das reduziert die Anzahl gespeicherter Bilder und erleichtert die spätere Verwaltung. Wer gezielt kuratieren möchte, nutzt stattdessen die manuelle Aufnahmefunktion über die Create-Taste. Die Aktivierung des automatischen Cloud-Uploads für Screenshots und Videos erfolgt ebenfalls in den Einstellungen und sollte von jedem genutzt werden, der seine Gaming-Momente sichern möchte.

Cloud-Dienste als zusätzliche Sicherheitsebene

Nach der Übertragung aufs Smartphone oder den PC bietet sich eine weitere Backup-Strategie an: Cloud-Speicherdienste wie Google Drive, Dropbox oder OneDrive. Diese Lösung kombiniert die Vorteile beider Welten – lokale Flexibilität mit cloud-basierter Sicherheit. Einmal hochgeladen, sind deine Gaming-Erinnerungen vor Hardware-Ausfällen geschützt und von überall abrufbar.

Viele Smartphones bieten mittlerweile automatische Backup-Funktionen für Fotos und Videos. Wenn du die PlayStation App nutzt, landen deine Screenshots also ohnehin in der Cloud, sofern die entsprechende Funktion aktiviert ist. Das macht die Sicherung praktisch nahtlos, erfordert aber ausreichend Cloud-Speicherplatz. Die 14-tägige Verfügbarkeit in der PlayStation Cloud gibt dir genügend Zeit, die Dateien in eine dauerhafte Speicherlösung zu überführen.

Speicherplatz-Management als dauerhafte Strategie

Die interne SSD der PS5 mag schnell sein, doch sie füllt sich rasch. Regelmäßiges Aussortieren alter Screenshots und Videos gehört daher zur digitalen Hygiene. Ein monatlicher Check-up reicht meist aus, um den Überblick zu behalten und die wirklich wertvollen Momente zu sichern.

Wer die Mediengalerie nach Spielen sortiert, findet schneller, was gesichert werden sollte. Besonders bei Story-lastigen Titeln lohnt es sich, Screenshots gezielt auszuwählen statt wahllos alles zu behalten. Die PS5 bietet Filterfunktionen, die das Durchsuchen großer Sammlungen erleichtern. Mit der Kombination aus Cloud-Upload für schnelle Shares und USB-Backup für hochwertige Originale bist du optimal aufgestellt.

Mehrere Wege für verschiedene Bedürfnisse

Sony hat in den letzten Jahren das Cloud-System kontinuierlich erweitert. Die Einführung der Mediensicherung über die PlayStation App zeigt, dass das Unternehmen auf Nutzerfeedback reagiert. Die aktuelle Lösung bietet für verschiedene Anwendungsfälle passende Optionen: schnelle Cloud-Uploads für Social Media, USB-Backups für Archivierung und die Möglichkeit, beides zu kombinieren.

Diese Flexibilität gibt dir auch Vorteile: Du behältst die volle Kontrolle über deine Daten und entscheidest selbst, was wirklich bewahrenswert ist. In Zeiten zunehmender Datenmassen ist bewusstes Kuratieren ohnehin die bessere Strategie als blindes Speichern. Mit den richtigen Einstellungen und einer klaren Backup-Routine bleiben deine Gaming-Momente sicher verwahrt.

Wie sicherst du deine PS5 Screenshots und Videos?
Cloud über PlayStation App
USB Stick oder Festplatte
Gar nicht zu viel Aufwand
Smartphone dann Google Drive
Wusste nicht dass das geht

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